Erfahrungsbericht | Jonas Lang
Ein Kurs mit verständlichen und praxisnahen Inhalten!
Kompakt IHK:
Von unserer Seite nochmal herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Zertifikat im Kurs Unternehmensberater/in IHK. Dein Werdegang ist vorbildlich und strukturiert.
Wie kam der Entschluss für eine Weiterbildung?
Jonas Lang:
Vielen Dank. Mit dem Jahreswechsel hatte ich eine neue Position zugewiesen bekommen und ich empfand das Bedürfnis, mich dementsprechend weiterzubilden. Deswegen auch die Entscheidung für den Lehrgang IHK-Unternehmensberater/in – um auch mal über den Tellerrand hinauszublicken.
Kompakt IHK:
Kommunikation ist eine nicht zu unterschätzende Leistung für Erfolg in jeglichen Lebenssituationen, z.B. im Erwartungsmanagement. Mit welcher Erwartung bist du in den Kompaktlehrgang gestartet?
Jonas Lang:
Ich kann ganz klar sagen: Meine Erwartungen und Wünsche wurden erfüllt. Zunächst hatte ich mir einen Austausch mit ganz vielen unterschiedlichen Berufsgruppen erhofft.
Fairerweise war meine Erwartung auch, dass wir vielleicht ein paar mehr Leute gewesen wären, für einen intensiveren berufsübergreifenden Austausch. Im Kurs selbst hat sich herauskristallisiert, dass wir aufgrund der kleineren Gruppe viel intensiver individuell auf jeden Einzelnen eingehen konnten – dementsprechend ein sehr persönlicher Austausch und jeder hatte genug Redeanteil. Und das war natürlich auch ein Riesenvorteil. Wenn ich jetzt nochmal entscheiden könnte, würde ich den kleineren Kreis bevorzugen.
Inhaltlich war meine Erwartung, dass der Kompaktkurs sehr strukturiert war und ich einen Leitfaden bekomme, um in die Unternehmensberatung zu gehen. Egal, ob ich es jetzt in meinem eigenen Unternehmen tue oder später vielleicht auch als externer Unternehmensberater, wenn ich mein Leistungsportfolio in meinem Sachverständigen- und Ingenieurbüro der SAND & BLAU GmbH erweitern möchte.
Mit dem Kompendium, was ausgehändigt wurde, habe ich genau diesen Leitfaden erhalten.
„Der Kompaktlehrgang bot praxisnahe, verständliche Inhalte und kompetente Trainer/innen. Die Verbindung von Theorie und Anwendung war überzeugend.“
Kompakt IHK:
Eine gute Orga rettet vor Chaos. Wie war für dich die Orga des Lehrgangs?
Jonas:
Die Orga war sehr gut. Ich habe mich alle Tage wohlgefühlt und zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gehabt, „Da hätte der Trainer Jochen sich ein bisschen besser kümmern können“. Auf keinste Weise. Ich war wirklich zufrieden. Ich meine das auch ernst, dass ich das jedem weiterempfehle – egal in welcher Position und egal, ob die Leute vorhaben, in der Unternehmensberatung zu arbeiten, oder allein um den Erfahrungsaustausch zu haben und oder so eine strukturierte Herangehensweise kennen zulernen.

Jonas Lang (35) ist Bauingenieur und seit zehn Jahren in Konzernen beruflich tätig. Sein Werdegang startete in der Luftfahrtindustrie und ging dann ins Bauingenieurwesen über, um, wie er sagt, beruflich nochmal neu anzufangen. Und dies tut er jetzt seit zehn Jahren in der Baubranche. Letztes Jahr dann der entscheidende Schritt: die erste Selbstständigkeit.
Mehr Infos über Jonas auf sandundblau.de


Kompakt IHK:
Ist dir ein Inhalt besonders in Erinnerung geblieben? Wieso?
Jonas Lang:
Von den Krisen, die ein Unternehmen durchmacht, ist mir eine ganz stark in Erinnerung geblieben: die Bürokratie-Krise. Gefühlt alle großen Konzerne kommen aus dieser Krise nie wieder raus und arbeiten dann irgendwann wie Behörden. Genau das sind meine Erfahrungen in meinen Tätigkeiten in Konzernstrukturen, im Sinne von „Okay, noch ein Prozess, noch ein Prozess“.
Ja, Prozesse und Strukturen sind unumgänglich. Die sind wichtig, aber man muss alte Prozesse und Strukturen mal aufbrechen oder löschen und nicht immer optimieren. Das ist nochmal deutlich geworden im Lehrgang.
Dadurch, dass ich Management-Erfahrung habe, hat es bei mir häufig Klick gemacht. Zum Beispiel haben mir die besprochenen Mechanismen gezeigt: „Ah ja, wir sind jetzt in dieser Krise nicht, weil irgendeiner das bewusst herbeigeführt hat, sondern weil es eigentlich unternehmensgesetzesmäßig genau dazu kommt. Zwangsläufig in jedem Unternehmen, manchmal ein bisschen intensiver und manchmal weniger“.
Mir hat der Lehrgang noch einmal eine ganz neue Perspektive auf unternehmerisches Denken eröffnet, und ich glaube, davon könnte auch so manche erfahrene Führungskraft profitieren. Letztlich lernt man eben nie aus – ganz unabhängig von der eigenen Position.
Kompakt IHK:
Du bist den Schritt gegangen, dich extern außerhalb des Unternehmens schulen zu lassen. Was war der Hauptgrund einen Kurs zum Unternehmensberater zu absolvieren?
Jonas Lang:
Wenn im Unternehmen wo du angestellt bist, die Geschäftsführung einem etwas erzählt, dann denkt man oft: „Ja, ja, das erzählt ihr nur, weil ihr das erzählen müsst“. Aber mit dem Kurs und der neuen Position weiß ich jetzt: alles bewährte Modelle. Und das hat mich dann auch nochmal bestärkt: Wenn man einmal verstanden hat, wie Unternehmen funktionieren, kann man das auch branchenübergreifend anwenden.
Kompakt IHK:
Du hattest berichtet, dass die Balance Scorecard bei euch im Unternehmen bereits im Einsatz ist. Wie hat sich deine Sicht auf die Methode geändert?
Jonas Lang:
Mir hat es gezeigt: Falsches Machen kann man eigentlich nichts. Natürlich gibt es ein, zwei Punkte, bei denen man sagt „Ist das jetzt Prozesse oder ist das Finanzen?“. Wenn das für mich in den Ordner gehört, dann gehört das in den Ordner. Die Grundstruktur, aufgebaut auf diesen vier Hauptpunkte von der Balance Scorecard, empfinde ich als ein Muss für jedes Unternehmen und auch jede selbstständige Person. Denn diese vier Säulen bringen es auf den Punkt – die vier Fundamente eines jeden Unternehmens. Ganz nach dem Motto „keep it simple“.
„Das ist eine gute Struktur, wie man sich langfristig absichert: mehrere Standbeine. Das ist auch immer unsere Empfehlung.“
Kompakt IHK:
Für derartige Situationen geben wir euch jegliche Tools und Methoden an die Hand – natürlich auch, um alltägliche Arbeiten zu vereinfachen, und verbessern. Haben sich durch den Kurs Must-Use-Tools in deinem persönlichen Arbeitsalltag etabliert?
Jonas Lang:
Das Brain Writing ist eine Methode, die ich schon seit über sechs Jahren anwende. Es ist für mich keine neue, aber ich fand die abgewandelte Version aus dem Kurs interessant für meinen Alltag.
Und natürlich alles, was das aktive Zuhören angeht: Wie kommuniziert man, wie kommuniziert man nicht und wie kann man die Gespräche zielführend gestalten. Dadurch bekomme ich mehr Struktur für die Gesprächsführung auf allen Ebenen.
Schließlich noch die „Balance Scorecard“, also die Unterteilung in Markt und Kunde, Personal, Finanzen und Prozesse. In meinem Unternehmen sind die vier Säulen natürlich schon klar beschrieben.
„Ich würde den Kurs auch einer Kassiererin oder einem Kassierer von Aldi an der Kasse empfehlen – einfach, um mal zu verstehen, warum agiert mein Arbeitgeber so, wie er agiert.“
Kompakt IHK:
Zum Zeitpunkt des Kurses arbeitest du für die BELFOR Deutschland GmbH in einer Führungsposition.
Jonas Lang:
Genau, im Kern sind wir Baudienstleister für Versicherungsschäden und arbeiten dabei eng mit Versicherungen und Versicherungsnehmern zusammen.
Daneben haben wir uns aber breiter aufgestellt, um die Wertschöpfungskette zu optimieren: Mit der BC Restoration Products GmbH betreiben wir eine eigene Chemieproduktion, und auch weitere interne Eigenmarken und Profitcenter wie Gerüstbau oder Entsorgung agieren teilweise erfolgreich am freien Markt – das stärkt unsere Position insgesamt.
Besonders spannend ist das bei der Chemie: Sämtliche chemischen Reinigungsmittel vermarkten wir auf dem freien Markt, und damit beliefern wir mittlerweile sogar unseren eigenen Wettbewerb.
Kompakt IHK:
Mit welchen Umständen sticht dein aktueller Arbeitgeber sonst gegenüber der Konkurrenz hervor?
Jonas Lang:
Einerseits fachlich, da wir eine Spezialfirma als Tochterunternehmen am Markt fest etabliert haben, die BELFOR DeHaDe GmbH, die weltweit Maschinensanierungen angeht. Das geht so weit, dass wir mit eigenen Maschinenbauern Bauteile nachfertigen, damit die Maschinen schnellstmöglich wieder in Betrieb gehen.
Das ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, was die Technik angeht. Und ein absoluter Game-Changer, was die Betriebsunterbrechung betrifft. Die Kunden sind uns für diesen Service sehr dankbar.
Natürlich gibt es auch hier typische Konzernthemen – wie Software- und IT-Themen – die, wie in allen großen Unternehmen, immer besser sein könnten. Dazu muss man sagen, dass es sehr komplex ist, neue Systeme in so großen Unternehmen einzuführen, die auch europaweit sehr vernetzt sind. Wenn dann neue Software eingeführt wird, dann entweder europaweit oder weltweit oder gar nicht.
Und das ist halt immer die Herausforderung. Da dauert es manchmal zehn Jahre, bis man ein neues ERP- oder CRM-System hat. Da muss man dann halt durch.
Kompakt IHK:
Im Gespräch formulierst du, wie wohl du dich auf der Arbeit fühlst. Woher kommt der Wunsch – trotz Zufriedenheit im Unternehmen – jetzt in die Selbstständigkeit zu gehen?
→ Erfolgsgeschichte Jonas Lang
Im zweiten Teil des Interview reden wir mit Jonas über wertvolle Erfahrungen und Tipps von seinem Schritt in die Selbstständigkeit – inklusive wertvollen Learnings für einen erfolgreichen Start.
Hier geht’s zum zweiten Teil des Interviews:
„Da war stets der Wunsch nach Unternehmertum!“



